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Mit dem Motorroller durch Flores

http://see world club maumereFlores liegt im Osten der indonesischen Bali. Ihr wisst bereits, dass Bali so etwas wie meine zweite Heimat ist? Seit den neunziger Jahren halte ich mich regelmäßig/unregelmäßig dort für mehrere Wochen, ein oder zwei Monate dort auf. O.k. Im letzten Jahr interessierte ich mich für das Leben auf Flores. Dort ist das katholische Christentum noch weit verbreitet. Mich interessierte, wie Christen auf dieser kleinen indonesischen Insel leben. Denn Indonesien ist der größte muslimische Staat der Welt. Auf Bali leben vornehmlich Hinduisten. Auf Flores mehr als die Hälfte katholische Christen. Doch wie? Dieser Frage wollte ich nachgehen. Ich flog nach Maumere. Die Stadt liegt im weniger populären Südosten der Insel. Dort mietete ich mir einen starken Motorroller, schnappte meinen Rucksack und fuhr los. Meine erste Station war Pater Heinrich Bollen, der als Steyler Missionar seit 1959 auf Flores weilt und sich auf die soziale und wirtschaftliche Unterstützung der Menschen in der Region von Maumere konzentriert. Er selbst versteht sich als Seelsorger und als Entwicklungshelfer. Auch im hohen Alter ist Pater Bollen noch aktiv, allerdings konzentriert er sich mehr aufs Schreiben von Predigttexten und auf das Schreiben seiner Memoiren. Ein paar Tage verbrachte ich in seiner Ferienanlage See World Club Maumere. Eine tolle Anlage, direkt am Meer. Sehr zu empfehlen, wenn Ihr mal den Osten Flores besucht. Täglich saß ich bei ihm auf dem Balkon und lauschte seinen hochinteressanten Erzählungen über seine jahrzehntelangen Erfahrungen, seine Unterstützungsarbeit. Weil ich noch mehr über die christliche Unterstützungsarbeit auf der Insel erfahren wollte, empfahl er mir, weitere deutsche Missionare der Steyler Mission aufzusuchen. Gesagt. Getan. Ich düste also mit meinem Roller entlang der einsamen Hauptstraße durch fantastische tropische Landschaften, über Berge und Anhöhen. Leider war Regenzeit (Ende Dezember). Ich konnte fast nach der Uhr gehen. Jeden Nachmittag goss es wie aus Kübeln, teilweise stundenlang. Morgens bis Mittags war man davon verschont. Mein erstes Ziel war eine kleine Stadt im Osten der Insel, die etwa fünf  (Motorbike-) Fahrstunden entfernt lag. Auf den Straßen war kaum Verkehr. Doch, kurz vor dem Ziel wurde ich von einer weiteren Motorbikefahrerin überholt. Ich traf sie am nächsten Viewpoint, sprach sie an und erfuhr, dass sie unweit meines Zieles unter Nonnen lebt und für eine Dissertation deren soziales Leben untersucht. Das fand ich äußerst spannend. Sie lud mich ein, an einer Nonnen-Investigation teilzunehmen. Ein riesengroßes Ereignis, dem sicher einhundert Novizinnen und deren Eltern beiwohnten. 

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Ich, Dipl. Päd. Christiane Pappenscheller-Simon (Wohnort: Deutschland), verarbeite zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in meiner Datenschutzerklärung.
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